Erfahrungsbericht über den Kauf, die Haltung und die Erziehung Deutscher Doggen

April 2012: Ab ins Tierheim

April 2012: Ab ins Tierheim

Da mich der Gedanke an einen neuen Hund nicht mehr los ließ, fuhr ich mit Michaela ganz spontan nach Linz in das Tierheim, um mir die dort aufliegenden Hundefotos „ganz unverbindlich“ anzusehen. Michaela deutete auf ein kleines Köpfchen mit dem Namen „Spitzi“, wie er dort gerufen wurde. Als die Tierpflegerin mit Spitzi vor mir stand, war meine erste Reaktion „Ach, ist der lieb, so süß, na komm doch her zu mir, Du Kleiner“. Dieser äußerst scheue 6 Monate alte Spitzmischling, 7 kg leicht, wurde mit anderen ca. 50 Artgenossen aus einer schlechten Tierhaltung befreit. Michaela meinte, dass genau dieser zu mir passe. Noch unschlüssig, wurde ich gemeinsam mit Spitzi zu einem Probespaziergang eingeladen. Kurz entschlossen gab ich ihm den Namen „Felix – der Glückliche“, denn das sollte er zukünftig bei mir sein, und wollte ihn am nächsten Tag abholen. Doch kam es natürlich ganz anders. Um mir die An- und Rückfahrt zu ersparen, wurde Felix in eine gut riechende Decke gepackt und behutsam zu meinen Füßen ins Auto gelegt, um gleich mit nach Hause genommen zu werden. Diese Jungfernfahrt hatte er mit Bravour bestanden.

Tgb_01_12.04.2012Zu Hause angekommen, blickten mich meine 12-jährigen Katzen Benjamin und Lisa fragend an. Da jedoch Beide an Atlantis gewohnt waren, gab es außer einer neugierigen Begrüßung keinen Zickenkrieg. Auch Felix nahm die Katzen positiv wahr. Müde von der Fahrt schlief er im Wohnzimmer glücklich ein.

Überschäumend ob der Freude dieses kleinen Wesens kaufte ich gleich die passenden Utensilien für ein gemütliches Heim. Der erste Spaziergang war für mich sehr aufregend – völlig unbegründet. Felix ist ein lieber und anhänglicher Kerl, der immerzu wie ein Schatten hinter mir her läuft. Ich bin der festen Überzeugung, dass ihm die nötige Zuwendung gefehlt hat. Erspäht er eine männliche Person, zuckt er nervös zusammen und bleibt stehen. Auch beim Versuch, ihn zu streicheln, verhält er sich eher scheu. Man kann sich vorstellen, warum dem so ist. Also heißt es, behutsam vorgehen.

Tgb_01_Mai_2012Ich mache Felix mit unserem Garten vertraut, der in Zukunft auch sein Refugium sein wird.

Im Gegensatz zu Felix habe ich in der ersten Nacht schlecht geschlafen. Immer wieder fiel mein Blick auf sein Lager, welches ich neben meinem Bett angebracht habe, um zu sehen, ob es ihm gut geht.

Ja, das war mein erster erlebnisreicher Tag mit meinem neuen Gefährten Felix.

Kommende Woche beginnen wir mit der Hundeschule für „kleine Hunde“. Auch wieder Neuland für mich, hatte doch bei Atlantis die Erziehung mein Mann Karl-Heinz selber übernommen – er war eben ein Hundeflüsterer.

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