Erfahrungsbericht über den Kauf, die Haltung und die Erziehung Deutscher Doggen

Hund und Kind

Wie verhalte ich mich als Kind gegenüber einem fremden Hund?

Bitte an Eltern von Kleinkindern: Wenn Ihnen ein Hundehalter mit seinem Hund entgegenkommt (besonders wenn der Hund frei läuft !), rufen Sie bitte Ihre Kinder zu sich. Ein ordentlicher Hundehalter wird dies auch mit seinem Hund tun und ihn anleinen. Wirken Sie auch auf Ihr Kind ein, dass es nicht schreit und mit Armen und Füßen herumschlägt. Wenn der Hundehalter vorbeigeht, können Sie ihn ja fragen, ob das Kind den Hund streicheln darf.

15 Goldene Regeln im Umgang mit Hunden

Gilt auch für Erwachsene!

1.Regel: Behandle einen Hund so, wie Du selbst behandelt werden möchtest.

Ein Hund ist kein Spielzeug. Er ist ein Spielkamerad. Auf Spielkameraden muss man Rücksicht nehmen. Man zieht sie nicht an den Haaren, bewirft sie nicht mit Gegenständen und zwickt sie nicht. Sonst werden sie böse. Ein Spielkamerad kann Dein bester Freund werden, wenn Du ihn vernünftig behandelst. Auch Du magst es nicht, wenn man bei Dir an den Ohren oder an den Haaren zieht, versucht, Dir in der Nase herumzubohren, auf die Zehen tritt oder Dich auch nur einfach abknutscht, wenn Dir gerade nicht danach zumute ist.
Und bitte: Schrei keinen Hund an!
Hunde können nicht reden, können nicht sagen „Hör auf!“, können sich nur mit ihren Zähnen wehren… und das kann sehr weh tun…
Weil Hunde besser riechen und besser hören können als wir, sind sie sehr empfindlich, was ihre Nasen und Ohren angeht. Sie mögen es gar nicht gerne; wenn jemand Fremdes sie anfasst.

Und noch etwas: Hunde haben ein irrsinnig gutes Gedächtnis. Ein Hund, der erst klein und putzig ist, hat später als große Dogge oder Bernhardiner nicht vergessen, wer ihn als Hundebaby mal geärgert hat.

2.Regel: Ein Hund kann noch so lieb aussehen – gehe nicht (ohne zu fragen) zu ihm hin.

Wenn der Hund will, wird er schon von selbst zu Dir kommen. Viele Hunde lieben Kinder, weil man so gut mit ihnen spielen kann. Fremde Hunde können sehr nett sein – aber auch recht unfreundlich. Hunde, die man nicht sehr gut kennt, greift man nicht an, ohne vorher den Besitzer zu fragen. Manche Hunde fürchten sich vor Kindern, andere haben schlechte Erfahrungen gemacht und mögen deshalb keine Kinder.

Aber: Woher soll der Hund wissen, dass ausgerechnet Du es gut mit ihm meinst. Vielleicht ist gerade dieser Hund von einem Kind mit blauer Hose und langen Haaren schlecht behandelt worden und nun meint er, alle Kinder, die so aussehen, sind nun mal mit äußerster Vorsicht zu genießen. Vielleicht hat auch Nachbars Karli (der sieht beinahe so aus wie Du) mit Steinen nach ihm geworfen. Woher soll er wissen, dass Du das nicht tust? Oder die kleine Lisa von Gegenüber (sie ist genau so groß wie Du) hat ihn erst gestern böse am Schwanz gezogen. Das hat ihm sehr weh getan – woher soll er wissen, dass Du ihn nicht am Schwanz ziehen willst?
Man kann nie wissen, welche Erfahrungen ein Hund schon gemacht hat.
Was wir durch Sehen erleben, erlebt der Hund durch Riechen. Wir sehen sofort, ob wir jemand mögen, ob er uns sympathisch ist. Der Hund muss Gelegenheit haben, uns „riechen zu können“. Ruhig stehen bleiben und den Hund an der Hand riechen lassen, ist ein guter Beginn, sein Vertrauen zu gewinnen.

Also besser: Nie zu ihm hingehen (ohne sein Frauchen oder Herrchen zu fragen, wenn sie gerade dabei sind).
Und außerdem: Wenn ein Hund auf seinem Platz in der Wohnung oder Hütte liegt – dann will er meist in Ruhe gelassen werden. Das Lager des Hundes ist ein Reich – störe es nicht!

3. Regel: Vermeide alles, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte.

Kinder bewegen sich gern – Hunde bewegen sich gern – auf das WIE kommt es an. Wer schnell an einem fremden Hund vorbeiläuft, signalisiert ihm: „Ich will fangen spielen!“ Das spielen Hunde gern. Sie laufen nach und versuchen zu halten. Das können sie aber nur mit den Zähnen. Und das kann weh tun. Deshalb: Ruhig bewegen, wenn fremde Hunde in der Nähe sind. Keine Stöcke schwingen, keine Steine werfen. Wenn ein Hund ganz nahe kommt, ruhig stehen bleiben, er wird an Dir riechen, vielleicht auch bellen, wenn er spielen will oder Dir zeigt, dass hier er zu Hause ist. Aber er wird Dir nicht weh tun.

Und noch etwas Grundsätzliches: Der Hund betrachtet uns Menschen als eine Art „Superhunde“. Wir sind zwar ein wenig anders als er, aber wir leben mit ihm zusammen – also müssen wir etwas Ähnliches sein.
Jeder Hund ist glücklich, wenn er in einer (hoffentlich vom Menschen bestimmten) Rangordnung leben darf und seinen bestimmten Platz hat. Die Besseren oder Stärkeren sind über ihm, die Schwächeren oder Schlechteren rangieren eben weiter unten und müssen ihm gehorchen.
Wenn wir jetzt grundlos einen Hund bedrohen, stellen wir seine geliebte Rangordnung in Frage. Und die gilt es zu verteidigen! Es gibt für ihn nur 2 Möglichkeiten: Entweder er kneift und wartet auf eine günstigere Gelegenheit um es dem unverschämten Menschenhund zu zeigen. Oder – was wahrscheinlich er ist – er kämpft! Und wie. Ein richtig wütender Hund ist kaum zu bremsen.
Und wir sehen bei so einem Kampf nicht sehr gut aus. Abgesehen von der Schnelligkeit eines Hundes; schau Dir seine Zähne an und dann Deine eigenen. Wir Menschen sind dem Hund durch unsere Klugheit überlegen – aber sie hilft in so einem Kampf herzlich wenig.

Also besser: Einen Hund nicht herausfordern! – Drohgebärden unterlassen!

4. Regel: Schau einem Hund nicht starr in die Augen!

Wenn Du Dich vor einem Hund fürchtest: Schau ihn nicht an und laufe nicht weg. Bleib stehen oder geh ganz langsam weg. Aber sieh ihm nicht in die Augen. Sich in die Augen starren ist zwischen Hunden die Vorstufe zum Kampf, wenn nicht einer von beiden rechtzeitig den Kopf wendet und damit nachgibt. Anstarren empfinden Hunde als Bedrohung.
Wenn sich 2 fremde Hunde begegnen, so versuchen sie sich zuerst über ihre Stellung in der für sie so wichtigen Rangordnung zu einigen.
Dazu gibt es verschiedene Mittel. Das „sich in die Augen gucken“ ist ein ganz wichtiges Mittel. Die beiden Hunde starren sich in die Augen, einer dreht den Kopf weg, der andere ist zufrieden und beide sind glücklich, dass sie nicht kämpfen müssen. So einfach ist das. Kann sich keiner entschließen, wegzusehen – nun dann muss eben gekämpft werden, um den Rang zu behaupten (siehe Regel 3). Und mit jedem gewonnen Kampf steigt ein bisschen das Ansehen, man klettert in der Rangfolge. Wie schon gesagt: Wir sehen in einem Hundekampf eben nicht gut aus.
Besser, wir signalisieren dem Hund: „Wir sind so gut, wir haben es gar nicht nötig, das unter Beweis zu stellen“ und sehen dem Hund nicht direkt in die Augen!

5. Regel: Komm nicht in die Schwanznähe, versuche nicht daran zu ziehen und trete nicht darauf.

Es ist für uns nicht ganz so einfach zu begreifen, was der Schwanz für den Hund bedeutet, weil wir so etwas nicht haben. Klar ist nur, dass der Schwanz für den Hund unter anderem eine wichtiges Ausdrucksmittel ist. So wie wir unsere Sprache mit den Händen unterstreichen, ergänzt der Hund seine Sprache“ mit dem Schwanz.
Normalerweise wird dieses mehr oder weniger lange, gerade oder geringelte Körperteil leicht hin- und herwedelnd durch die Gegend getragen.
Wird der Schwanz jedoch zwischen die Beine geklemmt, ist besondere Vorsicht am Platze. So zeigt der Hund nämlich, dass er Angst hat und ängstliche Hunde schnappen schnell nach allem, was sich vor ihrer Nase bewegt.
Das gleiche gilt, falls der Hund den Schwanz wie ein Verkehrszeichen steif und gerade hoch oder nach hinten streckt. Das bedeutet: „Achtung – ich bin gerade furchtbar böse. Wenn ich nicht in Ruhe gelassen werde, werde ich mit meinen Zähnen für Ordnung sorgen“.
Beinahe unnötig zu sagen, dass so gut wie jeder Hund unglaublich stolz auf sein prachtvolles Ende ist; es gar nicht gerne hat, wenn man danach greift (man könnte ihm ja etwas tun) und es notfalls verteidigt.

Also: Hände weg vom Schwanz!

6. Regel: Störe keinen Hund beim Fressen und Schlafen. Versuche unter gar keinen Umständen, ihm sein Futter wegzunehmen.

Beim Fressen und beim Schlafen darf ein Hund nie gestört werden. Fressen ist für Hunde eine sehr wichtige Angelegenheit. Selbst ganz liebe Hunde reagieren manchmal unwirsch, wenn man sie dabei stört. Noch schlimmer ist es meistens, wenn man versucht, ihnen ihren Lieblingsknochen wegzunehmen. Hunde schlafen ziemlich viel. Wer weiß, wovon sie gerade träumen, wenn sie geweckt werden. Vielleicht vom bösen Pluto nebenan? Lieber in Ruhe schlafen lassen.

Fressen ist für jeden Hund etwas ungeheuer Wichtiges. Er ist durchaus in der Lage, zu Hause den Kühlschrank zu leeren, anschließend in der Nachbarschaft zu betteln, um dann – wenn er bestimmt nichts mehr herunterbringt – die Reste für Notzeiten im Tulpenbeet zu vergraben oder unter dem Sofa zu verstecken.
Schon als Baby lernt unser „Nero“, sich mehr oder weniger heftig um das Futter zu streiten. Ein sehr gescheiter Mensch, der Forscher Eberhard Trumler, hat genau beobachtet und beschreibt es so: „Untereinander raufen die Welpen (so nennt man Hundebabys) schon sehr nachdrücklich um die besten Stücke und man kann die sehr ausgeprägten Verhaltensweisen der Abwehr Fellsträuben, knurren, Abwehrschnappen und anderes mehr beobachten“. (Aus E. Trumler, „Hunde ernst genommen“).
Auch als erwachsener Hunde wird „Nero“ sehr nachdrücklich sein gutes Recht auf das heißbegehrte Futter behaupten.
Etwas wegnehmen darf ihm nur sein Herrchen. Der hat aber seinen vierbeinigen Freund meist so gerne, dass er ihm so etwas Gemeines nur im alleräußersten Notfall zumuten würde.

Jede Störung beim Fressen betrachtet der Hund als Angriff auf sein Recht auf Futter und das darf er einfach nicht hinnehmen. Er wird sein Futter verteidigen – und das mit allen Mitteln.

Wieder einmal. Wir sehen bei einem Streit mit dem Hund nicht gut aus. Außerdem – so toll ist Hundefutter nun gerade auch nicht. Also: Finger weg vom Futternapf!

7. Regel: Wenn Du mit einem Hund spielst, achte darauf, den Zähnen nicht zu Nahe zukommen.

Hunde spielen schrecklich gerne. Sogar alt und grau gewordene Hundeopas- und omas werden scheinbar wieder jung, wenn es gilt, einem Stöckchen oder Bällchen hinterher zu laufen.
Es gibt für Hunde nichts schöneres, als etwas zu fangen oder zu erjagen, es dann festzuhalten und darum spielerisch zu kämpfen um es zu verteidigen. Dabei kann es leicht passieren, dass ein Tier im Eifer einmal mit den Zähnen daneben schnappt. Das ist zwar nicht böse gemeint, tut aber ganz schön weh!

Vielleicht hat der Hund als Baby auch gelernt, wie fest man den Menschenhund denn überhaupt anpacken darf. Deshalb ist es auch wichtig, dass der kleine Welpe zwar manchmal in die große Zehe oder die Hand kneifen darf – aber nicht vergessen rechtzeitig und laut „Aua“ zu brüllen. Sonst beißt der erwachsene Nero einmal fester zu als er selbst will und ist nachher traurig, dass das schöne Spiel so schnell vorbei war.
Grundsätzlich ist es beim Spielen sicherer und besser, den Zähnen nicht zu nahe zu kommen.

8. Regel: Versuche nie, raufende Hunde zu trennen!

Hunden geht es wie Kindern, wenn sie einmal raufen, dann sehen und hören sie nichts anderes mehr. Deshalb ist der netteste Hund in dieser Situation unberechenbar. Es ist selbst für Erwachsene schwierig, raufende Hunde zu trennen. Für Kinder ist es unmöglich und gefährlich.
Viele Hunde spielen gerne mit anderen Hunden. Dabei kann es ihnen so gehen wie es manchmal auch Euch geht: Plötzlich wird aus dem Spiel Ernst. Ein Wort ergibt das andere – und schon ist eine handfeste Rauferei im Gange.
Außerdem hast Du inzwischen schon gelernt, dass es noch einige andere Gründe gibt, warum Hunde kämpfen (wenn es um die Rangordnung geht, wenn es um das Futter geht, wenn sich der Hund verteidigen muss).

Ein kämpfender Hund konzentriert sich nur auf seinen Gegner. Das heißt: Er hört nicht mehr und lässt sich nicht ablenken. Er ist im Kampf blind, taub und gefühllos. Darum merkt er nicht, wenn er in eine Hand beißt, die ihm helfen will. Darum kannst Du nur eines tun: Hole zwei Erwachsene zu Hilfe.
Auch die „Großen“ müssen vorsichtig sein, wenn Hunde kämpfen. Einer allein darf nie versuchen, zwei vierbeinige Raufbolde zu trennen.

Darum gilt auch für dich: Auch wenn sich so ein Hundekampf ziemlich schlimm anhört und böse aussieht – nie dazwischen gehen. Bleib außer Reichweite. Hol Hilfe.

9. Regel: Egal, ob Du Angst hast oder nicht. Laufe nie – unter gar keinen Umständen – vor einem Hund davon.

Erstens ist der Hund sowieso schneller. Es gibt Hunde, die können eine schnelles Fahrrad oder ein Moped überholen.
Zweitens hat jeder Hund einen Hetz- oder Jagdinstinkt. Dafür kann er nichts. Das ist etwas, was in jedem Hundetier drinnen steckt. Wenn sich jemand – oder etwas – schnell von ihm entfernt, dann muss er einfach hinterher, so schnell es geht, um es oder ihn festzuhalten. Schon schlechter, wenn Du das zufällig bist.

Zwar geben sich viele Herrchen und Frauchen Mühe, ihrem Vierbeiner beizubringen, dass er keinem hinterherläuft. Es kann aber immer wieder vorkommen, dass die Natur mit ihm durchgeht. Dann sieht es so aus als sei alles umsonst gewesen und es heißt: Der schlimme Wau -Wau ist unterwegs.
Da hilft übrigens auch nicht, auf eine Bank, einen Tisch oder sonst etwas zu klettern. Wo Du hinkommst, kann der Hund meist auch hin. Sie können nämlich nicht nur sehr gut laufen, sondern meist auch erstaunlich gut springen und klettern.

Also: Nie – unter gar keinen Umständen – vor einem Hund davonlaufen.

10. Regel: Du hast zwei Hände. Der Hund hat nur seine Zähne um etwas festzuhalten.

Wenn ein Hund nach Dir greift, halte still. Es mag noch so blöd klingen. Trotzdem: nicht bewegen – still halten.
Wenn ein Hund versucht, Dich festzuhalten, hat er mit Sicherheit Gründe dafür: Möglicherweise hat er Angst und will Deine Hand festhalten, damit sie ihm nichts tut. Oder er will verhindern, dass Du ihm davonläufst,
Vielleicht hast Du ihn geärgert, ohne selbst zu wissen und nun will er Dir zeigen, wer der Stärkere ist, oder er wollte einfach nur mit Dir spielen und ist so blöd, dass er nicht weiß wie man so etwas macht und denkt nicht daran, dass Deine Haut so dünn ist.
Die meisten Hunde wollen gar nicht beißen, sondern nur festhalten. Das piekst zwar mehr oder weniger stark, gibt vielleicht auch mal kleine Löcher; ist aber meist gar nicht schlimm, wenn man still hält. Schau Die mal so ein Hundegebiss an. Alle größeren Zähne zeigen nach innen. Klar, wenn man da versucht, etwas herauszuziehen, bleibt man hängen und das gibt schon größere Löcher. Widerstand reizt den Hund nur weiter. Etwas, das sich nicht bewegt, ist für Hunde uninteressant.

Also: Nicht bewegen – still halten!

11.Regel: Wenn Du mit einem Hund spielst, achte sicherheitshalber darauf, dass ein Erwachsener in der Nähe ist.

Hunde sind phantastische Spielkameraden. Dabei kann es aber vorkommen, dass sie vor lauter Spielen vergessen, dass das Fell von „Menschenhunden“ dünner ist als das eigene, oder sie wollen es einfach nicht loslassen (wie das Deinem großen Bruder, Deiner Schwester oder Deinem Freund auch manchmal so einfällt). Wie gut, wenn man dann jemanden zu Hilfe rufen kann.
Erwachsene sind nun mal größer und meist kräftiger als Kinder. Das bedeutet auch für den Hund ganz automatisch, dass sie auch ein bisschen mehr zu sagen haben.
Hunde sind in Ihrer Art „gescheite“ Tiere. Sie „denken“ aber anders als wir. Darum verstehen sie auch unsere Sprache nicht. Das führt gelegentlich zu Unstimmigkeiten. Denk daran.
Bei einem Streit mit einem Hund kann ein Erwachsener zu Deinen Gunsten entscheiden.
Wenn Erwachsene im Zusammenhang mit einem Hund etwas verbieten, muss das unbedingt befolgt werden. Die sagen das nicht um Dich zu ärgern, sonder aus Sorge um Dich.

Also: Nur mit dem Hund spielen, wen ein Erwachsener dabei ist.

12.Regel: Kein Hund ist wie der andere.

Rudi und Wolfi sind Zwillinge, das heißt, sie sind nicht nur Brüder, sondern auf den Tag genau gleich alt. Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Trotzdem kann man mit Rudi ganz toll spielen. Mit Wolfi gibt es aber immer Streit. So verschieden sind die beiden. Das ist bei Hunden genau so. Ein Dackel ist freundlich – ein anderer knurrt. Kurz gesagt: Zwei Hunde, die gleich aussehen, können ganz verschieden sein. Darum musst Du jeden Hund neu kennen lernen. Zeigt Dir der Hund, dass ihn Deine Bekanntschaft nicht angenehm ist – lass ihn.
Versuche nie, ihn trotzdem zu streicheln oder gar zu umarmen. Du weißt ja nicht, ob er nicht schon schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat (siehe Regel 2). Aber keine Angst: In den meisten Fällen sind Hunde freundlich, wenn Du nett zu ihnen bist. Schlecht ist nur, wenn Du gerade dem einen begegnest, der nicht so freundlich ist.

Darum denk daran: Kein Hund ist wie der andere. Bei jedem Hund muss Du erst herausfinden, ob er dich mag.

13. Regel: Einen Hund auszubilden, macht viel Freude – wenn es mit Verstand geschieht.

Wie man Hunde ausbildet, kann man auf Übungsplätzen lernen. Es macht Spaß und bindet noch mehr aneinander. Für den Hund ist das harte Arbeit, die er Dir zuliebe gerne tut. Aber er braucht zwischendurch Spiel- und Ruhepausen. Ständiges Herumkommandieren verdirbt mehr als Du glaubst. Wenn er etwas richtig macht, lobe ihn ausgiebig. So lernt er schnell und merkt es sich auch.

14. Regel: Frei laufende Hunde in Ruhe lassen

Du solltest frei laufende Hunde in Ruhe lassen. Schrei Sie nicht an, bedrohe sie nicht mit Stöcken und Steinen, pfeife ihnen nicht. Du weißt nie, ob der Hund gutmütig oder bissig ist. Auch ein Hund, der sich fürchtet, beisst!

15. Regel: Lass Hunde in Gärten in Ruhe

Hunde halten sich oft in Gärten auf. Du solltest keine Steine hineinwerfen, nicht mit Stöcken durch den Gartenzaun stochern oder mit dem Stock auf den Hund einschlagen. Auch necken mag er nicht. Du weißt nie, ob der Hund nicht über den Gartenzaun springt, und Dich beisst. Auch merkt sich der Hund so etwas. Und wenn Dir der Hund auf der Straße begegnet, kann das für Dich gefährlich werden.

Wenn Du Dich nach diesen Regeln richtest, dürfte es mit Hunden keine Probleme geben.

Es gibt nur ganz, ganz wenige Hunde (auch sogenannte Kampfhunde), die von sich aus böse sind. Hundefachleute sind sich einig: Wenn ein Hund einem Menschen unfreundlich begegnet, haben Menschen etwas falsch gemacht. Normalerweise sind Hunde nette Kumpel.