Erfahrungsbericht über den Kauf, die Haltung und die Erziehung Deutscher Doggen

Nero ist nicht mehr der alte

Nero ist nicht mehr der alte

Nach den vergangen nebeligen Tagen wieder einmal herrliches Wetter. Leider hat der Warmlufteinbruch anfangs der Woche den Schnee ziemlich schmelzen lassen. Doch zum Herumlaufen für die Hunde ist noch genug vorhanden. Wir gehen, da der Schilift nicht in Betrieb ist, wieder einmal unseren normalen Weg.

Doch wie schaut es hier aus? Die Schisportfreunde haben nicht nur Sport betrieben. Von Flaschen über Dosen, Plastiktüten, Verpackungen, alles ist hier zu finden. Schade eigentlich, auch sie sollten doch für eine saubere Umwelt sein. Erst oben auf dem Berg, fernab der Schipiste, kann man sich wieder wohl fühlen. Die Sonne wärmt kräftig auf, ein Frühlingshauch ist schon zu spüren. Überall in den Bäumen hört man jetzt wieder die Vögel, Reh- und Hasenspuren zeigen, dass auch unsere vierbeinigen Waldfreunde wieder Lust zu Ausflügen in ihrem Revier haben.

Aber auch Nero und Atlantis genießen diesen Spaziergang in der Sonne. Atlantis auf ihre Art mit Spiel und Lauf, mein ruhiger Nero jedoch heute noch etwas geruhsamer als sonst. Als ich mich am Waldrand hinsetze, liegt er sofort neben mir, drückt sich an mich. Atlantis kann zum Spiel auffordern, wie sie will, Nero mag heute nicht.

Schön langsam mache ich mir wirklich Sorgen um ihn. Er magert noch immer ab. Dabei frisst er wie sonst, bekommt Spezialfutter, zusätzlich jetzt noch Spezial Kuttelflecke, am Fressen und am Futter kann es nicht liegen. Zur Vorsicht haben wir eine zweite Blutuntersuchung durchführen lassen. Alle Blutwerte sind Bestens, wir sind etwas ratlos. Er ist so stark abgemagert, dass jede einzelne Rippe zu sehen und zu spüren ist, er ist nur noch ein Schatten von dem, was er einmal war.

Auch bei den Spaziergängen will er überhaupt nicht mehr laufen. Er trabt neben mir daher, freut sich auch, aber er ist nicht mein Nero von früher.

Wieder zu Hause, liegt er sofort in seinem Korb und schläft tief bis zum Abend.

Dann steht er plötzlich auf, fängt zu zittern an, Speichel rinnt aus seinem Mund, seine Augen sind blutunterlaufen. Er kommt zu mir, drückt sich an mich, schaut mich ganz verzweifelt an. Ich weiß nicht was er hat, es ist zum Verzweifeln. Er legt sich auch nicht hin, steht ganz steif da. Sein Herz schlägt stark und schnell, der Herzschlag ist durch seine derzeitige Magerkeit ganz deutlich zu sehen. Ich kann nichts tun, außer ihn zu beruhigen. Ich rede ihm gut zu, streichle ihn, er beruhigt sich etwas. Nach etwa einer Viertelstunde legt er sich dann doch hin. Sein Atem geht ganz tief und schnell. Ich lege mich zu ihm, nehme seinen Kopf auf meine Arme, und so schläft er ein. Was mag das wohl gewesen sein?

Es wird nichts anderes übrig bleiben, als ihn in einer Tierklinik ausgiebig untersuchen zu lassen. Doch das wird schwierig. Denn Nero steigt ja in kein Auto ein. Jede Autofahrt ist für ihn Stress. Und das in dem Zustand!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.