
15 Goldenen Regeln im Umgang mit Hunden
1.Regel
Behandle einen Hund so, wie
Du selbst behandelt werden möchtest.
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Ein Hund ist kein Spielzeug. Er ist ein Spielkamerad. Auf Spielkameraden muss man Rücksicht nehmen.
Man zieht sie nicht an den Haaren, bewirft sie nicht mit Gegenständen und
zwickt sie nicht. Sonst werden sie böse. Ein Spielkamerad kann Dein bester
Freund werden, wenn Du ihn vernünftig behandelst. Ein Hund auch
Auch Du magst es nicht, wenn man bei Dir an den Ohren oder an den Haaren
zieht, versucht, Dir in der Nase herumzubohren, auf die Zehen tritt oder Dich
auch nur einfach abknutscht, wenn Dir gerade nicht danach zumute ist.
Und bitte: Schrei keinen Hund an!
Hunde können nicht reden, können nicht sagen "Hör auf!", können
sich nur mit ihren Zähnen wehren... und das kann sehr weh tun...
Weil Hunde besser riechen und besser hören können als wir, sind sie sehr
empfindlich, was ihre Nasen und Ohren angeht. Sie mögen es gar nicht gerne;
wenn jemand Fremdes sie anfasst.
Und noch etwas: Hunde haben ein irrsinnig gutes Gedächtnis. Ein Hund, der
erst klein und putzig ist, hat später als große Dogge oder Bernhardiner nicht
vergessen, wer ihn als Hundebaby mal geärgert hat.
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2.Regel
Ein Hund kann noch so lieb
aussehen – geh nicht (ohne zu fragen) zu ihm hin.
Wenn der Hund will, wird er
schon von selbst zu Dir kommen.
Viele Hunde lieben Kinder, weil man so gut mit
ihnen spielen kann.
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Fremde
Hunde können sehr nett sein - aber auch recht unfreundlich. Hunde, die man
nicht sehr gut kennt, greift man nicht an, ohne vorher den Besitzer zu fragen.
Manche Hunde fürchten sich vor Kindern, andere haben schlechte Erfahrungen
gemacht und mögen deshalb keine Kinder.
Aber: Woher soll der Hund wissen, dass ausgerechnet Du es gut mit ihm meinst.
Vielleicht ist gerade dieser Hund von einem Kind mit blauer Hose und langen
Haaren schlecht behandelt worden und nun meint er, alle Kinder, die so aussehen,
sind nun mal mit äußerster Vorsicht zu genießen. Vielleicht hat auch Nachbars
Karli (der sieht beinahe so aus wie Du) mit Steinen nach ihm geworfen. Woher
soll er wissen, dass Du das nicht tust? Oder die kleine Lisa von Gegenüber
(sie ist genau so groß wie Du) hat ihn erst gestern böse am Schwanz
gezogen. Das hat ihm sehr weh getan – woher soll er wissen, dass Du ihn nicht
am Schwanz ziehen willst?
Man kann nie wissen, welche Erfahrungen ein Hund schon gemacht hat.
Was wir
durch Sehen erleben, erlebt der Hund durch Riechen. Wir sehen sofort, ob wir
jemand mögen, ob er uns sympathisch ist. Der Hund muss Gelegenheit haben, uns
"riechen zu können". Ruhig stehen bleiben und den Hund an der Hand
riechen lassen, ist ein guter Beginn, sein Vertrauen zu gewinnen.
Also besser: Nie zu ihm hingehen (ohne sein Frauchen oder Herrchen zu fragen,
wenn sie gerade dabei sind).
Und außerdem: Wenn ein Hund auf seinem Platz in der Wohnung oder Hütte
liegt – dann will er meist in Ruhe gelassen werden.
Das Lager des Hundes ist ein Reich – störe es nicht.
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3. Regel
Vermeide alles, was ein
Hund als Bedrohung auffassen könnte.
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Kinder
bewegen sich gern - Hunde bewegen sich gern – auf das WIE kommt es an. Wer
schnell an einem fremden Hund vorbeiläuft, signalisiert ihm: "Ich will
fangen spielen!" Das spielen Hunde gern. Sie laufen nach und versuchen zu
halten. Das können sie aber nur mit den Zähnen. Und das kann weh tun. Deshalb:
Ruhig bewegen, wenn fremde Hunde in der Nähe sind. Keine Stöcke schwingen,
keine Steine werfen. Wenn ein Hund ganz nahe kommt, ruhig stehen bleiben, er
wird an Dir riechen, vielleicht auch bellen, wenn er spielen will oder Dir
zeigt, dass hier er zu Hause ist. Aber er wird Dir nicht weh tun.
Und noch etwas Grundsätzliches: Der Hund betrachtet uns Menschen als eine
Art "Superhunde". Wir sind zwar ein wenig anders als er, aber wir
leben mit ihm zusammen – also müssen wir etwas Ähnliches sein.
Jeder Hund ist glücklich, wenn er in einer (hoffentlich vom Menschen
bestimmten) Rangordnung leben darf und seinen bestimmten Platz hat.
Die Besseren oder Stärkeren sind über ihm, die Schwächeren oder
Schlechteren rangieren eben weiter unten und müssen ihm gehorchen.
Wenn wir jetzt grundlos einen Hund bedrohen, stellen wir seine geliebte
Rangordnung in Frage. Und die gilt es zu verteidigen! Es gibt für ihn nur 2 Möglichkeiten:
Entweder er kneift und wartet auf eine günstigere Gelegenheit um es dem
unverschämten Menschenhund zu zeigen. Oder – was wahrscheinlich er ist – er
kämpft! Und wie. Ein richtig wütender Hund ist kaum zu bremsen.
Und wir sehen bei so einem Kampf nicht sehr gut aus. Abgesehen von der
Schnelligkeit eines Hundes; schau Dir seine Zähne an und dann Deine eigenen.
Wir Menschen sind dem Hund durch unsere Klugheit überlegen – aber sie hilft
in so einem Kampf herzlich wenig.
Also besser: Einen Hund nicht herausfordern! - Drohgebärden unterlassen!
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4.Regel
Schau einem Hund nicht
starr in die Augen!
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Wenn
Du Dich vor einem Hund fürchtest: Schau ihn nicht an und laufe nicht weg. Bleib
stehen oder geh ganz langsam weg. Aber sieh ihm nicht in die Augen. Sich in die
Augen starren ist zwischen Hunden die Vorstufe zum Kampf, wenn nicht einer von
beiden rechtzeitig den Kopf wendet und damit nachgibt. Anstarren empfinden Hunde
als Bedrohung.
Wenn sich 2 fremde Hunde begegnen, so versuchen sie sich zuerst über ihre
Stellung in der für sie so wichtigen Rangordnung zu einigen.
Dazu gibt es verschiedene Mittel. Das "sich in die Augen gucken"
ist ein ganz wichtiges Mittel. Die beiden Hunde starren sich in die Augen, einer
dreht den Kopf weg, der andere ist zufrieden und beide sind glücklich, dass sie
nicht kämpfen müssen. So einfach ist das. Kann sich keiner entschließen,
wegzusehen – nun dann muss eben gekämpft werden, um den Rang zu behaupten
(siehe Regel 3). Und mit jedem gewonnen Kampf steigt ein bisschen das Ansehen,
man klettert in der Rangfolge. Wie schon gesagt: Wir sehen in einem Hundekampf
eben nicht gut aus.
Besser, wir signalisieren dem Hund: "Wir sind so gut, wir haben es gar
nicht nötig, das unter Beweis zu stellen" und...
..sehen dem Hund nicht direkt in die Augen!
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5. Regel
Komm nicht in die Schwanznähe,
versuche nicht daran zu ziehen und trete nicht darauf.
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Es ist für uns nicht ganz so einfach zu begreifen, was der Schwanz für den
Hund bedeutet, weil wir so etwas nicht haben. Klar ist nur, dass der Schwanz für
den Hund unter anderem eine wichtiges Ausdrucksmittel ist. So wie wir unsere
Sprache mit den Händen unterstreichen, ergänzt der Hund seine Sprache"
mit dem Schwanz.
Normalerweise wird dieses mehr oder weniger lange, gerade oder geringelte Körperteil
leicht hin- und herwedelnd durch die Gegend getragen.
Wird der Schwanz jedoch zwischen die Beine geklemmt, ist besondere Vorsicht
am Platze. So zeigt der Hund nämlich, dass er Angst hat und ängstliche Hunde
schnappen schnell nach allem, was sich vor ihrer Nase bewegt.
Das gleiche gilt, falls der Hund den Schwanz wie ein Verkehrszeichen steif
und gerade hoch oder nach hinten streckt. Das bedeutet: "Achtung – ich
bin gerade furchtbar böse. Wenn ich nicht in Ruhe gelassen werde, werde ich mit
meinen Zähnen für Ordnung sorgen".
Beinahe unnötig zu sagen, dass so gut wie jeder Hund unglaublich stolz auf
sein prachtvolles Ende ist; es gar nicht gerne hat, wenn man danach greift (man
könnte ihm ja etwas tun) und es notfalls verteidigt. Also:
Hände weg vom Schwanz!
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6. Regel
Störe keinen Hund beim Fressen und Schlafen. Versuche unter gar keinen
Umständen, ihm sein Futter wegzunehmen.
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Beim
Fressen und beim Schlafen darf ein Hund nie gestört werden. Fressen ist für
Hunde eine sehr wichtige Angelegenheit. Selbst ganz liebe Hunde reagieren
manchmal unwirsch, wenn man sie dabei stört. Noch schlimmer ist es meistens,
wenn man versucht, ihnen ihren Lieblingsknochen
wegzunehmen. Hunde schlafen ziemlich viel. Wer weiß, wovon sie gerade träumen,
wenn sie geweckt werden. Vielleicht vom bösen Pluto nebenan? Lieber in Ruhe
schlafen lassen.
Fressen ist für jeden Hund etwas ungeheuer Wichtiges. Er ist durchaus in der
Lage, zu Hause den Kühlschrank zu leeren, anschließend in der Nachbarschaft zu
betteln, um dann - wenn er bestimmt nichts mehr herunterbringt – die Reste für
Notzeiten im Tulpenbeet zu vergraben oder unter dem Sofa zu verstecken.
Schon als Baby lernt unser "Nero", sich mehr oder weniger heftig
um das Futter zu streiten. Ein sehr gescheiter Mensch, der Forscher Eberhard
Trumler, hat genau beobachtet und beschreibt es so: "Untereinander raufen
die Welpen (so nennt man Hundebabys) schon sehr nachdrücklich um die besten Stücke
und man kann die sehr ausgeprägten Verhaltensweisen der Abwehr Fellsträuben,
knurren, Abwehrschnappen und anderes mehr beobachten". (Aus E. Trumler,
"Hunde ernst genommen").
Auch als erwachsener Hunde wird "Nero" sehr nachdrücklich sein
gutes Recht auf das heißbegehrte Futter behaupten.
Etwas wegnehmen darf ihm nur sein Herrchen. Der hat aber seinen
vierbeinigen Freund meist so gerne, dass er ihm so etwas Gemeines nur im alleräußersten
Notfall zumuten würde.
Jede Störung beim Fressen betrachtet der Hund als Angriff auf sein Recht auf
Futter und das darf er einfach nicht hinnehmen. Er wird sein Futter verteidigen
- und das mit allen Mitteln.
Wieder einmal. Wir sehen bei einem Streit mit dem Hund nicht gut aus. Außerdem
– so toll ist Hundefutter nun gerade auch nicht. Also: Finger weg vom
Futternapf!
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7. Regel
Wenn Du mit einem Hund
spielst, achte darauf,
den Zähnen nicht zu Nahe zukommen.
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Hunde spielen schrecklich gerne. Sogar alt und grau gewordene Hundeopas-
und omas werden scheinbar wieder jung, wenn es gilt, einem Stöckchen oder Bällchen
hinterher zu laufen.
Es gibt für Hunde nichts schöneres, als etwas zu fangen oder zu erjagen, es
dann festzuhalten und darum spielerisch zu kämpfen um es zu verteidigen. Dabei
kann es leicht passieren, dass ein Tier im Eifer einmal mit den Zähnen daneben
schnappt. Das ist zwar nicht böse gemeint, tut aber ganz schön weh!
Vielleicht hat der Hund als Baby auch gelernt, wie fest man den
Menschenhund denn überhaupt anpacken darf. Deshalb ist es auch wichtig, dass der kleine Welpe
zwar manchmal in die große Zehe oder die Hand kneifen darf – aber
nicht vergessen rechtzeitig und laut "Aua" zu brüllen. Sonst beißt
der erwachsene Nero einmal fester zu als er selbst will und ist nachher
traurig, dass das schöne Spiel so schnell vorbei war.
Grundsätzlich ist es beim Spielen sicherer und besser,...
...den Zähnen nicht zu nahe zu kommen.
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8. Regel
Versuche nie, raufende
Hunde zu trennen !!!
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Hunden geht es wie Kindern, wenn sie einmal raufen, dann
sehen und hören sie nichts anderes mehr. Deshalb ist der netteste Hund in
dieser Situation unberechenbar. Es ist selbst für Erwachsene schwierig,
raufende Hunde zu trennen. Für Kinder ist es unmöglich und gefährlich.
Viele Hunde spielen gerne mit anderen Hunden. Dabei kann es ihnen so
gehen wie es manchmal auch Euch geht: Plötzlich wird aus dem Spiel Ernst. Ein
Wort ergibt das andere – und schon ist eine handfeste Rauferei im Gange.
Außerdem hast Du inzwischen schon gelernt, dass es noch einige andere Gründe
gibt, warum Hunde kämpfen:
...wenn es um die Rangordnung geht,
...wenn es um das Futter geht,
...wenn sich der Hund verteidigen muss.
Ein kämpfender Hund konzentriert sich nur auf seinen Gegner. Das heißt: Er
hört nicht mehr und lässt sich nicht ablenken. Er ist im Kampf blind, taub und
gefühllos. Darum merkt er nicht, wenn er in eine Hand beißt, die ihm helfen
will. Darum kannst Du nur eines tun: Hole zwei Erwachsene zu Hilfe.
Auch die "Großen" müssen vorsichtig sein, wenn Hunde kämpfen.
Einer allein darf nie versuchen, zwei vierbeinige Raufbolde zu trennen.
Darum gilt auch für dich:
Auch wenn sich so ein Hundekampf ziemlich schlimm anhört und böse aussieht
– nie dazwischen gehen. Bleib außer Reichweite. Hol Hilfe.
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9. Regel
Egal, ob Du Angst hast oder
nicht.
Laufe nie – unter gar keinen Umständen – vor einem Hund davon.
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Erstens ist der Hund sowieso schneller. Es gibt Hunde, die können eine
schnelles Fahrrad oder ein Moped überholen.
Zweitens hat jeder Hund einen Hetz- oder Jagdinstinkt. Dafür kann er nichts.
Das ist etwas, was in jedem Hundetier drinnen steckt. Wenn sich jemand – oder
etwas – schnell von ihm entfernt, dann muss er einfach hinterher, so schnell
es geht, um es oder ihn festzuhalten.
Schon schlechter, wenn Du das zufällig bist.
Zwar geben sich viele Herrchen und Frauchen Mühe, ihrem Vierbeiner
beizubringen, dass er keinem hinterherläuft. Es kann aber immer wieder
vorkommen, dass die Natur mit ihm durchgeht. Dann sieht es so aus als sei alles
umsonst gewesen und es heißt: Der schlimme Wau -Wau ist unterwegs.
Da hilft übrigens auch nicht, auf eine Bank, einen Tisch oder sonst etwas zu
klettern. Wo Du hinkommst, kann der Hund meist auch hin. Sie können nämlich
nicht nur sehr gut laufen, sondern meist auch erstaunlich gut springen und
klettern.
Also: Nie – unter gar keinen Umständen – vor einem Hund davonlaufen.
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10. Regel
Du hast zwei Hände.
Der Hund hat nur seine Zähne um etwas festzuhalten.
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Wenn ein Hund nach Dir greift, halte still. Es mag noch so blöd klingen.
Trotzdem: nicht bewegen -–still halten.
Wenn ein Hund versucht, Dich festzuhalten, hat er mit Sicherheit Gründe dafür:
Möglicherweise hat er Angst und will Deine Hand festhalten, damit sie ihm
nichts tut. Oder er will verhindern, dass Du ihm davonläufst,
Vielleicht hast Du ihn geärgert, ohne selbst zu wissen und nun will er Dir
zeigen, wer der Stärkere ist, oder er wollte einfach nur mit Dir spielen und
ist so blöd, dass er nicht weiß wie man so etwas macht und denkt nicht daran, dass
Deine Haut so dünn ist.
Die meisten Hunde wollen gar nicht beißen, sondern nur festhalten. Das
piekst zwar mehr oder weniger stark, gibt vielleicht auch mal kleine Löcher;
ist aber meist gar nicht schlimm, wenn man still hält. Schau Die mal so ein Hundegebiss
an. Alle größeren Zähne zeigen nach innen. Klar, wenn man da
versucht, etwas herauszuziehen, bleibt man hängen und das gibt schon größere
Löcher. Widerstand reizt den Hund nur weiter. Etwas, das sich nicht bewegt, ist
für Hunde uninteressant.
Also: Nicht bewegen – still halten!
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11.Regel
Wenn Du mit einem Hund
spielst, achte sicherheitshalber
darauf, dass ein Erwachsener in der Nähe ist.
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Hunde sind phantastische Spielkameraden. Dabei kann es aber vorkommen,
dass sie vor lauter Spielen vergessen, dass das Fell von "Menschenhunden" dünner
ist als das eigene, oder sie wollen es einfach nicht loslassen (wie das Deinem
großen Bruder, Deiner Schwester oder Deinem Freund auch manchmal so einfällt).
Wie gut, wenn man dann jemanden zu Hilfe rufen kann.
Erwachsene sind nun mal größer und meist kräftiger als Kinder. Das
bedeutet auch für den Hund ganz automatisch, dass sie auch ein bisschen mehr zu
sagen haben.
Hunde sind in Ihrer Art "gescheite" Tiere. Sie "denken"
aber anders als wir. Darum verstehen sie auch unsere Sprache nicht. Das führt
gelegentlich zu Unstimmigkeiten. Denk daran.
Bei einem Streit mit einem Hund kann ein Erwachsener zu Deinen Gunsten
entscheiden.
Wenn Erwachsene im Zusammenhang mit einem Hund etwas verbieten, muss das
unbedingt befolgt werden. Die sagen das nicht um Dich zu ärgern, sonder aus
Sorge um Dich.
Also: Nur mit dem Hund spielen, wen ein Erwachsener dabei ist.
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12.Regel
Kein Hund ist wie der andere.
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Rudi und Wolfi sind Zwillinge, das heißt, sie sind nicht nur
Brüder,
sondern auf den Tag genau gleich alt. Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich.
Trotzdem kann man mit Rudi ganz toll spielen. Mit Wolfi gibt es aber
immer Streit. So verschieden sind die beiden. Das ist bei Hunden genau so. Ein
Dackel ist freundlich – ein anderer knurrt. Kurz gesagt: Zwei Hunde, die
gleich aussehen, können ganz verschieden sein. Darum musst Du jeden Hund neu
kennen lernen. Zeigt Dir der Hund, dass ihn Deine Bekanntschaft nicht angenehm
ist – lass ihn.
Versuche nie, ihn trotzdem zu streicheln oder gar zu umarmen. Du weißt ja
nicht, ob er nicht schon schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat (siehe
Regel 2). Aber keine Angst: In den meisten Fällen sind Hunde freundlich, wenn
Du nett zu ihnen bist. Schlecht ist nur, wenn Du gerade dem einen begegnest, der
nicht so freundlich ist.
Darum denk daran: Kein Hund ist wie der andere. Bei jedem Hund muss Du erst
herausfinden, ob er dich mag.
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13.
Regel
Einen
Hund auszubilden, macht viel Freude -
wenn es mit Verstand geschieht.
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Wie
man Hunde ausbildet, kann man auf Übungsplätzen lernen. Es macht Spaß und
bindet noch mehr aneinander. Für den Hund ist das harte Arbeit, die er Dir
zuliebe gerne tut. Aber er braucht zwischendurch Spiel- und Ruhepausen. Ständiges
Herumkommandieren verdirbt mehr als Du glaubst. Wenn er etwas richtig macht,
lobe ihn ausgiebig. So lernt er schnell und merkt es sich auch.
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14. Regel
Frei laufende Hunde in Ruhe lassen
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Du solltest frei laufende Hunde in Ruhe lassen. Schrei
Sie nicht an, bedrohe sie nicht mit Stöcken und Steinen, pfeife ihnen
nicht. Du weißt nie, ob der Hund gutmütig oder bissig ist. Auch ein
Hund, der sich fürchtet, beisst!
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15. Regel
Lass Hunde in Gärten in Ruhe
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Hunde halten sich oft in Gärten auf. Du solltest keine
Steine hineinwerfen, nicht mit Stöcken durch den Gartenzaun stochern
oder mit dem Stock auf den Hund einschlagen. Auch necken mag er nicht.
Du weißt nie, ob der Hund nicht über den Gartenzaun springt, und Dich
beisst. Auch merkt sich der Hund so etwas. Und wenn Dir der Hund auf der
Straße begegnet, kann das für Dich gefährlich werden.
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Wenn Du Dich nach diesen Regeln richtest, dürfte es mit Hunden keine
Probleme geben.
Es gibt nur ganz, ganz wenige Hunde (auch sogenannte
Kampfhunde), die von sich aus böse sind.
Hundefachleute sind sich einig: Wenn ein Hund
einem Menschen unfreundlich
begegnet, haben Menschen etwas falsch gemacht.
Normalerweise sind Hunde nette Kumpel.