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Lange habe ich überlegt, ob ich noch eine Hundeseite in das Internet stellen soll. Es gibt ja schon sehr viele Homepages über alle vorkommenden Hunderassen, über Lieblingstiere, über Hundeerziehung ...
Dennoch - 6 Gründe sind mir eingefallen, mich an das Werk zu machen

  • Zuerst einmal ist es eine kleine Liebeserklärung an meine Hunde Nero und Atlantis, sowie an unsere Katzen. Ich möchte darauf hinweisen, wie schön das Leben mit Haustieren ist.

  • Große Hunde sind in letzter Zeit durch sensationsgierige Berichterstattung  in einzelnen Medien und voreingenommene Politiker in Verruf geraten. Ich möchte zeigen, dass dem nicht so ist. Jeder Hund, ob groß oder klein, wird zu dem, was sein Herrchen/Frauchen aus ihm macht. Bei richtiger Erziehung sind selbst so genannte "Kampfhunde" lammfromm.

  • Es soll auch ein kleiner Ratgeber für gute zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Hundehaltern und Nichthundebesitzern sein

  • Ich möchte die Deutsche Dogge als Haus- und Begleithund bekannter machen

  • Ich habe beim Kauf meiner Dogge im Internet vergeblich versucht, mehr über Deutsche Doggen zu erfahren. Die gefundenen Seiten beziehen sich auf Züchtung, Rasse, Stammbaum, Wesen. Ein zukünftiger oder neuer Besitzer einer Dogge hat jedoch ganz andere Fragen. Ich möchte daher meine Erfahrungen beim und nach dem Kauf und bei der Erziehung des Hundes weitergeben, aber auch die Fehler die wir gemacht haben
    Falls Sie daher vorhaben, sich eine Deutsche Dogge oder einen anderen Hund zu kaufen, oder bereits stolze(r) Besitzer(in) einer jungen Dogge (oder eines anderen jungen Hundes) sind und Fragen zur Erziehung und Haltung haben, bin ich gerne bereit, Ihnen dabei - soweit es mir möglich ist - zu helfen.

  • Und ich möchte zeigen, dass Hundeerziehung (ähnlich wie bei den Pferdeflüsterern) ohne Gewalt und nur mit artgerechten und dem Tierverhalten angepassten Erziehungsmitteln möglich ist.

Sie können bei Fragen das Haustier-Forum benutzen, oder sich per E-Mail auch direkt mit mir in Verbindung setzen.
Wenn Sie ein Haustier kaufen oder verkaufen bzw. verschenken wollen, oder wenn Ihnen ein Haustier ent- bzw. zugelaufen ist, benutzen Sie bitte mein Suchen & Finden Forum. Bei Tierkrankheiten unterstützt uns Net-Doc Nina, Dr. Regina Mossbauer. Anfragen unter webmaster@deutsche-dogge.at


Ich schicke voraus, dass ich kein Züchter bin und auch nie gezüchtet habe, außerdem bei keinem Hundeabrichtverein oder Hundeclub Mitglied bin. Ich bin aber ein Hundeliebhaber, der sein ganzes Leben, und das sind mittlerweile 55 Jahre, mit Hunden zusammengelebt hat. Ich habe gelernt mit ihnen zu leben, sie zu erziehen und sie großzuziehen. Ich habe viel Freude damit gehabt, aber auch viel Leid, wenn ich sie gemeinsam mit dem Tierarzt einschläfern musste. Hunde waren meine ständigen Begleiter. Zuhause, beim Bergsteigen, beim Wandern, im Beruf. Ich hatte Hunde der verschiedensten Rassen, wobei ein Stammbaum immer eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat.

Wichtig war mir immer das Wesen der Hunde. Egal, ob sie aus dem Zwinger, dem Tierheim oder vom Züchter kamen. Zuerst hatte ich Mischlinge, dann einen Kleinen Münsterländer, und zuletzt einen edlen Deutschen Schäferhund. Ich habe diese Hunde nie beim Züchter gekauft, sondern sie aus Zwingern und Verschlägen geholt, in denen sie qualvoll dahinvegetierten (Ausnahme Kleiner Münsterländer, der von meiner kleinen Tochter ins Haus gebracht wurde).
Im fortgeschrittenen Alter wollte ich mir nun einen Hund nehmen, den ich mir schon von Jugend an   gewünscht hatte:
Eine gelbe Dogge

 

Dass ein Tier mir lieber sei,
sagst du. oh Mensch, sei Sünd;
Das Tier blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Wind.


Chronologie eines Traumes, der in Erfüllung gegangen ist:

  • 1957 bekomme ich von meinen Eltern zu Weihnachten das Buch: "Die gelbe Dogge Senta" (.Die gelbe Dogge Senta - Geschichte einer Freundschaft von Paul Eipper Niemeyer, Hameln , 1987 -  Die Entwicklung der Dogge Senta zeigt, was aus einem Tier wird, wenn man ihm mit liebevollem Herzen begegnet. Eippers psychologischer Bericht ist zugleich ein mitreißender Roman). Ich verschlinge dieses Buch und lese es auch in meinem weiteren Leben immer wieder. Und es entsteht der Wunsch - Ich muss eine gelbe Dogge haben.

  • Bis 1974 haben wir drei  Mischlingshunde, leider ist keine Dogge dabei.  Kein Geld, kein Welpe vorhanden, es gibt immer wieder andere Gründe dafür.

  • Kleine Münsterländerhündin Biska (67563 Byte)4.7.1974: Bei einem Baustellenbesuch, zu dem mich meine kleine Tochter begleitet, sieht sie beim Nachbarn junge Hunde. Es sind "Kleine Münsterländer". Sie verliebt sich sofort in "Biska". Da wir zur Zeit keinen Hund haben, kann ich ihr diesen Wunsch nicht abschlagen, wir nehmen ihn mit. Wieder keine Dogge. Aber Biska ist der beste Freund meiner Tochter und wächst mit ihr auf.

  • 30.4.1987: Biska ist schon alt geworden. Ich überlege, einen neuen Hund anzuschaffen, da mir die täglichen Spaziergänge fehlen. Biska kann kaum mehr laufen. Ich möchte eine Dogge kaufen. Leider gibt es trotz Suche keine Welpen. Da höre ich von einem Deutschen Schäferhund namens Quando, der in einem Zwinger lebt, dort nur zum Decken vorgesehen ist, und dem es gar nicht gut geht.Deutscher Schäferhund Quando (Quedo) vom Tirenzbachtal  (7742 Byte) Ich schaue ihn mir an, und es ist beiderseitige Liebe auf den ersten Blick. Nach langen Verhandlungen mit dem Besitzer kaufe ich das Tier. Doch der Hund ist durch den langen Zwingeraufenthalt schwer geschädigt. Er kann nicht Stiegensteigen, ist gegenüber Fremden extrem scharf, ist gegen jeden misstrauisch und lässt niemand an mich heran. Mit viel Geduld und Ausdauer kann ich ihm die meisten Unarten abgewöhnen. Er wird ein zuverlässiger und treuer Begleiter. Ein paar Dinge kann ich ihm jedoch bis zum Alter nicht abgewöhnen. Er lässt es nicht zu, dass mir jemand die Hand gibt oder mich gar berührt, und er schützt die Haustüre wie seinen Augapfel. Ich muss also alle Besucher bitten, mir ja nicht zu nahe zu kommen. Im Haus selber ist er auch Fremden gegenüber der bravste Hund. Er lässt sich von allen streicheln und ist der liebste Hund. Bei der Haustüre ist es jedoch mit jeder  Freundschaft vorbei.
    Quando war aber bis zu diesem Zeitpunkt der mit Abstand treueste und bravste Hund den ich hatte. Er folgte auf jedes Wort und jedes Zeichen. Nach einiger Zeit waren wir so weit, dass er einfach wusste, was ich wollte. Zwischen uns gab es fast nur Augenkontakte, Worte waren nicht erforderlich.
    Er wurde auch zum Bergkameraden für mich. Auf über zwanzig 3000er und bei unzähligen Bergwanderungen war er als Begleiter dabei.
    Am 30.12.1998 wollen Einbrecher durch ein Kellerfenster in unser Haus einsteigen. Sie haben nicht mit der Aufmerksamkeit von Quando gerechnet. Schnell sind sie wieder fort :-)).

  • 7.7.1999: Quando muss eingeschläfert werden. Die ganze Nacht sitze ich bei ihm am Boden. Er kann nicht mehr auf die Hinterbeine. Er liegt neben mir und schaut mich die ganze Nacht nur an. Eine der schlimmsten Nächte meines Lebens. Am Morgen Anruf bei der Tierärztin, die sofort ins Haus kommt. Er wird narkotisiert und dann eingeschläfert.
    Ich schwöre mir, nun keinen Hund mehr zu nehmen. Zu viel hat mir Quando bedeutet, so einen Hund werde ich nie mehr bekommen.

  • Kater Benjamin (73737 Byte)11.7.1999: Meine Tochter, die mit der Tierärztin gut befreundet ist, bringt mir eine junge Katze, die eingeschläfert werden sollte. Da sie meinen Schmerz um Quando kennt, und ich keinen Hund mehr haben will, soll ich eben eine Katze nehmen. Und so komme ich zu meinem Kater Benjamin.

  • 15.7.1999: Eine Katze alleine im Haus ist arm. Sie braucht einen Spielgefährten.Katzenmädchen Sarah (69215 Byte) Durch Zufall lese ich in der Zeitung ein Inserat, "Katzenjunge abzugeben". Also wird die nicht ganz reinrassige Sibirische Katze Sarah  abgeholt. Wir haben viel Spaß mit den beiden Katzen. Doch als alter Hundefreund geht mir doch etwas ab. Der Schmerz um Quando lässt etwas nach, ich überlege, ob ich nicht doch wieder einen Hund ins Haus holen soll. Mein alter Kindheitstraum könnte nun endlich in Erfüllung gehen. Da es wohl der letzte Hund in meinem Leben ist, soll es dieses Mal endgültig eine gelbe Dogge sein.

  • 23.7.1999: Ich halte es nicht mehr aus. Im Internet suche ich Doggenzüchter aus Österreich. Ich werde sogar in Oberösterreich fündig. Bei einem Anruf wird mir erklärt, dass eine gelbe Dogge zu haben sei. Ich frage nicht mehr viel und vereinbare mit dem Züchter, den Hund zunächst am nächsten Tag einmal anzuschauen. Doch in Gedanken bin ich schon viel weiter :-)).

  • 24.7.1999: Es könnte ja doch sein, dass wir den Hund gleich mit nach Hause nehmen. Damit er es im Auto schön kuschelig hat, fahren meine Frau und ich mit dem VW Golf und nicht mit dem Renault Espace.  Im kleinen Auto ist es ja weit gemütlicher für kleine Hunde. Um den Hund bei der Fahrt abzulenken, nehmen wir auch noch den American Staffordshire Terrier und den Jack Russel meiner Tochter im Kofferraum mit. Beim Züchter angekommen, gleich die Überraschung. Die Welpen sind bereits 6 Monate alt. Nicht viel kleiner als mein ehemaliger Schäfer Quando. Im Zwinger eine ganze Meute von jungen Hunden. Man sollte meinen, die Auswahl wäre schwer gefallen. Oh nein! Einer der Junghunde kommt sofort auf mich zu, begrüßt mich stürmisch und tut, als würden wir uns schon lange kennen. Na ja, er gefällt auch mir sofort. Es ist Nero. Wir verstehen uns auf Anhieb sehr gut. Da er nicht mehr von meiner Seite weicht ist es klar, genau der wird unser neuer Begleiter. Und, wie ich ja bereits innerlich erhofft hatte, wir nehmen ihn gleich mit. Na ja, wir hätten vielleicht doch mit dem größeren Auto fahren sollen - die Heimfahrt wird zum Abenteuer.Dogge Nero, American Staffordshire Terrier Arco und Jack Russel Wotan  (89965 Byte)

  • 25.7.1999: Um den Junghund an das Haus zu gewöhnen, bleiben die beiden Hunde Nero am 31.7.1999 (14686 Byte) meiner Tochter eine Woche bei mir. Die drei verstehen sich prächtig, und bei Spiel und Spaß hat sich Nero in unserem Haus eingewöhnt. Auch mit den Katzen gibt es keinerlei Probleme. Nero ist sie vom Züchter her gewöhnt, da auch dort welche leben. Der Hund ist von Anfang an sehr zutraulich, lieb, und weicht kaum von meiner Seite. Meine einzige Sorge ist, dass Nero nach dem Herumtollen immer etwas hinkt.

  • 26.7.2000: Nero erhält die Grundimpfungen SHP und L sowie eine Tollwutimpfung.

  • 4.8.1999: Besuch bei der Tierärztin. Impfungen werden durchgeführt und eine Untersuchung. Da der Hund immer wieder leicht hinkt, schickt uns die Tierärztin zu einer Röntgenuntersuchung.

  • 9.8.1999: Nach der Röntgenuntersuchung haben wir es schwarz auf weiß. Nero istNero am 14.9.1999 (14924 Byte) schwer krank. Seine Hüftgelenke sind stark entzündet, seine Knochen aufgeweicht, seine Wirbelsäule ist verschoben. Der Tierarzt rät uns, den Hund sofort wieder dem ZüchterDogge Nero und Kater Benjamin am 11.10.1999 (10791 Byte) zurückzugeben. Aber wir haben uns schon so an Nero gewöhnt, dass dies nicht in Frage kommt. Der Tierarzt meint aber, dass es sehr fraglich sei, ob der Hund je normal und ohne Schmerzen laufen könne.
    Wir beginnen also mit der Behandlung: Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, hochwertigstes Trockenfutter, Mineralstoffe, Vitamine und genau dosierte Spaziergänge. Durch die Schmerzen frisst aber der Hund kaum. Also müssen wir die verschiedensten Arten von Trockenfutter testen, bis ihm ein Futter zusagt. Es ist eine harte Zeit für uns alle. Der Hund ist sehr geschwächt und bekommt auch noch die Herbstgrasmilbe. Doch er versteht, dass wir nur das Beste für ihn wollen, und wird immer anhänglicher.

  • Nero am 14.10.1999 (8619 Byte)August 1999: Es findet ein Probesylvester (welch ein Schwachsinn!) bei uns in der Dogge Nero, Katze Sarah und Kater Benjamin am 2.9.1999 (9062 Byte) Stadt statt. Es wird geschossen und gelärmt. Nero fürchtet sich wie noch nie und verkriecht sich in der hintersten Ecke. Ich streichle ihn und rede ihm gut zu, um ihm die Angst zu nehmen. Erst am nächsten Vormittag beruhigt er sich wieder. Manche Veranstalter von solch "spaßigen" Festen wissen scheinbar wirklich nicht, was sie Haustieren damit antun.

  • 2.9.1999: Heute gehen wir zum ersten Mal bei Regen spazieren. Zuerst schüttelt er sich, doch dann macht es ihm Spaß.

  • 18.11.1999: Es scheint, dass wir alles in den Griff bekommen. Nero fängt regelmäßig und ausgiebig zu Nero am 15.12.1999 (8426 Byte)Nero am 20.11.1999 (4877 Byte) fressen an. Er hinkt beim Spazieren gehen fast nicht mehr. Wir machen schon ausgedehnte Spaziergänge.
    Heute schneit es zum ersten Mal in seinem Leben. Es ist für Nero zwar etwas ungewohnt, und er setzt Schritt für Schritt in den Schnee, aber nach einiger Zeit macht auch das Spaß.

  • 20.11.1999: Man kann ihn jetzt schon einige Zeit (max. 1 Stunde) alleine zu Hause lassen.

  • 23.12.1999: Wir gehen bei minus 15 Grad Celsius spazieren. Ich fürchte, dass es ihm zu kalt wird. Doch Nero tobt umher wie schon lange nicht.

  • Nero am 17.12.1999 (9178 Byte)Weihnachten 1999: Es ist geschafft. Nero frisst für zwei. Und bei den Spaziergängen tobt er herum, als hätte er nie etwas gehabt. Wir gehen jetzt schon 2 Stunden täglich äußerln. Und er genießt das.

  • 24.12.1999: Heute markiert er zum ersten Mal. Aber noch ohne das Bein zu heben.

  • 31.12.1999: Jetzt hebt er auch das Bein beim markieren.

  • 31.12.1999: Nach den Erfahrungen mit dem unsinnigen Probesylvester im Sommer gehe ich vor Mitternacht zu Nero, um ihn während des Schiessens zu beruhigen. Doch der Hund ist jetzt so gefestigt, dass er während der ganzen Knallerei nicht einmal die Augen aufmacht.

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