Die Deutsche oder Dänische Dogge (Great Dane)
Der sanfte und lautlose Riese
Man sieht sie, aber man hört sie nicht
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Mit diesen Worten stellte ein alter Züchter seine Deutschen Doggen vor. Damit charakterisierte er eine wesentliche Eigenschaft seiner Tiere: Ihre Ruhe, Ausgeglichenheit und keine Neigung zum Kläffen. Im Typ einem edlen Pferd ähnlich, im Gangwerk elegant, leicht federnd, dem Fremden misstrauisch gegenüber, der Familie ein anhänglicher Freund |
Meine persönlichen Erfahrungen mit meiner Dogge Nero
Ich muss vorausschicken, dass eine Dogge kein Hund für Anfänger ist. Wer
hektisch, ungeduldig oder jähzornig ist, wer nicht jeden Tag und bei jedem Wetter
ausreichend Zeit für Spaziergänge hat, wer sein Haus penibel sauber halten
möchte, und vor allem, wer sich nicht in ein Hundeleben hineinversetzen kann,
der sollte sich auf keinen Fall eine Dogge kaufen. |
Wenn ich einmal
krank, nervös oder
schlecht aufgelegt bin (das soll ja manchmal vorkommen), so spürt sie das
sofort, und versucht, mich durch anstuppsen mit der Schnauze zum Spielen oder Spazieren gehen
zu animieren oder mich aufzumuntern. Sie weicht dann keinen Schritt von mir. |
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Bitte aufpassen: Die Dogge hört relativ schlecht. Man sollte sie also immer ansprechen, wenn man von hinten kommt und sie berühren will. Auch während des Schlafes nie eine Dogge ohne vorheriges aufmerksam machen angreifen! |
Ratschläge
für die Haltung: |
Die Dogge ist ein
sogenannter Spätzünder. Ihr Wachstum und ihre Entwicklung ist erst mit
1 1/2 Jahren abgeschlossen. |
| Zur Geschichte | ||
Der Franzose Buffon bezeichnete in seinen ersten Klassifikationen diesen prächtigen Hund als Great Dane (großer Däne); unter dieser Bezeichnung ist er noch heute in allen englischsprachigen Ländern bekannt, während die Italiener es lange Zeit vorzogen, ihn nach seiner Herkunft Alano (spanische Bulldogge) zu nennen. Das Wort Dogge gibt deswegen zu Diskussionen Anlass, weil sich der Hund deutlich durch die Größe des Kopfes, durch Gesichtsbildung, Schnauze und Gebiss von den Mitgliedern der Doggenfamilie unterscheidet. Aus diesem Grund zögerten manche Puristen lange, ihm diesen Namen zuzubilligen, obwohl er der einzige ist, unter dem ihn die F.C.I. anerkannt hat. Berühmt gemacht hat die Deutsche Dogge im 19. Jahrhundert der Reichskanzler Bismarck, denn er wählte sie zum Begleiter. Die Deutsche Dogge stammt von den tibetischen Molossern ab, die die Ahnen aller Doggen und großen Runde sind. Man glaubt, dass phönizische Kaufleute sie in das Mittelmeergebiet gebracht haben. Von da kamen sie nach Gallien, dann nach England. Wahrscheinlich waren es die Alanen, die, als sie von Attila aus Mitteleuropa vertrieben wurden, diese Hunde im 5. Jahrhundert nach Frankreich mitbrachten. Eine Abart davon entwickelte sich zur Bordeauxdogge. Von ihr stammt durch Kreuzung mit Windhunden die heutige Deutsche Dogge ab. Ihr Standard wurde 1880 festgelegt und später von den Briten für ihren Great Dane übernommen. |
Das
Idealbild der Deutschen Dogge im Jahr 1931 |
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| Allgemeine
Erscheinung. großer Hund mit
edlem Körperbau, eleganten, geschmeidigen Bewegungen, ohne Nervosität. |
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| Größe: Rüde 80 cm; Hündin
72 cm. Gewicht: im Standard nicht erwähnt (etwa 60 kg). Kopf: länglich, ausdrucksvoll, fein geformt; Stirnabsatz deutlich; Stirn parallel zur Nase; Schnauze und Oberkopf von gleicher Länge; Lefzen stark ausgeprägt; Nase groß und schwarz; Scherengebiss. Augen: rund, mittelgroß, sehr dunkel; bei blauem Fell werden hellere Augen toleriert; bei Schecken sind hellere oder andersfarbige Augen unerwünscht, aber zugelassen. Ohren: nicht mehr kupiert. Hals. lang, trocken, muskulös, leicht gebogen, ohne Wamme. Körper: Brust bis zu den Ellbogen reichend, tief und gut gerundet; Rücken kurz und fest; Kruppe voll; Lendenpartie kräftig, gerundet; Bauch gut gewölbt; Schulterblätter lang und schräg. Rute: hoch angesetzt, nur bis zu den Sprunggelenken reichend, breit am Ansatz und in eine Spitze auslaufend. Gliedmaßen: vordere kräftig und gut bemuskelt, Gelenke senkrecht; hintere mit breiten, starken Keulen und langen, kräftigen Unterschenkeln. |
Pfoten: gerundete
Katzenpfoten; kurze, kräftige Krallen. Haar: kurz, dicht, glänzend. Farbe. bei gestreiften oder gestromten Doggen Grundfarbe Goldgelb, heller oder dunkler; für gelbe Doggen helles oder dunkleres Gold mit schwarzer Maske; bei blauen Doggen stahlblau ohne Spuren von Gelb bis Schwarz; bei schwarzen Doggen glänzendes Lackschwarz; bei getigerten oder gefleckten Doggen Grundfarbe reinweiß mit unregelmäßig über den ganzen Körper verteilten schwarzen Flecken. Fehler: apfelförmiger, gerundeter oder keilförmiger Kopf; kein Stirnabsatz; spitze Schnauze; hängende Lefzen; kein Scherengebiss; Zahnfäule; helle, zu eng stehende Augen; sichtbare Bindehaut; schlecht getragene Ohren; zu kurzer Hals; Wamme; abfallender oder erhöhter Rücken; Rute zu lang oder zu hoch getragen; Ellbogen nach innen oder außen gedreht; auswärts oder einwärts stehende Vorderläufe; Hasenpfoten; Afterklauen an den Hinterläufen; Haar zu lang oder matt; Isabellfarbe. Vom Verkauf ausgeschlossen: Albinos. |
Majestätisch, elegant, athletisch, prächtig - man ist nicht um Eigenschaftswörter verlegen, um diesen Riesen unter den Hunderassen zu ehren, der überall, wo er hin kommt, Aufsehen erregt. Mit seinem noblen Kopf, seinem harmonischen Körperbau, seiner schlanken, kräftigen Muskulatur, seinem ausgreifenden, geschmeidigen Gang lenkt er alle Blicke auf sich. Er ist schon durch seine Statur ein eindrucksvoller Wachhund, trotzdem jedoch liebevoll in seinem Verhalten zu Hause, geduldig mit Kindern, seinem Herrn treu ergeben, misstrauisch aber Fremden gegenüber. Dieser Koloss mit dem zärtlichen Herzen stößt auf Unverständnis: Man hält ihn für gefährlich, obwohl Zuchtwahl und Ausbildung über alle Schwierigkeiten hinweg die Ausschaltung unerwünschter Eigenschaften gestatten. Und deshalb wird dieser Hund trotz eines zeitweiligen Unverständnisses von allen jenen gepriesen, die ihn gut kennen. |