zurück

Pointer

Der Pointer ist das Ergebnis einer hervorragenden Auslese; in diesem perfekten Jagdhund sind viele beeindruckende Eigenschaften vereint: Schönheit, edle Gestalt, Intelligenz, Intuition und angeborener Jagdverstand. Seine Suche ist unvergleichlich elegant und schnell. Immer im Galopp, sucht er regelmäßig und geradlinig mit einmalig hoher Geschwindigkeit und mit außerordentlichem Eifer und Ausdauer das Gelände 100-200 m vor seinem Führer ab. Dieser Feldspezialist ist für die Jagd in der weiten Ebene wie geschaffen. Ganz gleich, ob auf freiem Feld oder im offenen Gelände, zeigt er eine angeborene Quersuche mit hoher Kopfhaltung und mit einer sensiblen Nase, die auch die geringste Witterung wahrnimmt. Der Pointer ist der Vorstehhund schlechthin, das Vorbild für alle Vorstehhundrassen. Wie außerordentlich sein Geruchssinn ausgebildet ist, zeigt sich in der Geschwindigkeit, mit der er 

sucht. Wenn er in den Witterungsstrom des Wildes kommt, steht er wie versteinert vor. Er steht, die Muskeln unglaublich angespannt, starr oder unter großer Anstrengung leicht zitternd. Große Hitze und Anstrengungen machen ihm nichts aus; nur Wasser ist nicht so unbedingt sein Element, wenngleich er auch hier, ohne zu zögern, seine Arbeit macht. Aufgrund seiner Schnelligkeit ist er besonders zur Jagd auf Federwild wie Rebhühner, Wald- und Sumpfschnepfen geeignet. Seine ovale Pfote, Hasenpfote genannt, verleiht ihm einen federnden Gang, der es ihm erlaubt, sich dem Wild fast unbemerkt zu nähern. Dieser einzigartige Hund ist der ideale Begleiter für den Jäger. Wer ihn führt, weiß, dass dieser Jagdhund unvergleichlich ist. Deshalb wurde er auch zur Verbesserung und Blutauffrischung in die meisten europäischen Vorstehhundrassen eingekreuzt.

Zur Geschichte

Die Vorfahren des heutigen Pointers sind die weiß-bunten Hühnerhunde spanischer Herkunft. Graf Albert von Böllstädt (um 1200 bis 1280), bekannt als Albertus Magnus, Bischof von Regensburg und Naturforscher, erwähnte in seiner Schrift De Animalibus den spanischen Perro de Punta, den Vorfahren des heutigen Pointers. Dieser Perro de Punta stammt, wie alle Vorstehhundrassen, von der noch  älteren, keltischen Brackenart Legusier ab. Da die Eigenschaft des Vorstehens in klarem Widerspruch  zu der Arbeit der echten Bracken steht, nimmt man an, dass sie als Mutation aufgetreten ist; diese Eigenschaft wurde dann über Jahrhunderte durch gezielte Reinzucht gefestigt. Auf drei Wegen gelangte der Perro de Punta nach Mitteleuropa: Im 12. Jahrhundert kam er nach Italien, im 15. Jahrhundert nach Frankreich und im 18. Jahrhundert nach England. Zur Verbesserung von Nase, Schnelligkeit und Finderwille wurden in verschiedenen Ländern, insbesondere in Großbritannien, im 18. Jahrhundert Bracken, Foxhound und Greyhound eingekreuzt. Diese Blutanleihe galt im frühen 19. Jahrhundert als abgeschlossen, so dass der Typ  heute homogen ist.

Ratschläge für die Haltung:

Nicht jagen zu dürfen ist für ihn eine Strafe. Dieser sportliche Hund braucht sehr viel Auslauf bei ausgedehnten Spaziergängen. Er ist widerstandsfähig, man muss aber auf seine Ohren achten. Er mag nasse Kälte nicht so sehr, deshalb braucht er nach der Arbeit im Wasser Gelegenheit zum Abtrocknen.

Standard

Allgemeine Erscheinung: symmetrisch und gut gebaut, aufgeweckt, macht den Eindruck eines kraftvollen, ausdauernden, schnellen Hundes.
Größe: Rüde 63-69 cm; Hündin 61--66 cm.
Gewicht: im Standard nicht erwähnt.
Kopf: Schädel mittelbreit, im richtigen Verhältnis zum Fang; deutlicher Stop; ausgeprägtes Hinterhauptbein; Nasenschwamm breit, weich und feucht; Fang endet auf Höhe der Nasenlöcher; Lefzen gut entwickelt, weich; Scherengebiss.
Augen: haselnussbraun oder braun, je nach Haarfarbe, glänzend, freundlich blickend.
Ohren: ziemlich hoch angesetzt, eng am Kopf anliegend.
Hals: lang, muskulös, leicht gewölbt, ohne Wamme.
Körper: Brustkorb genügend breit; Brust bis zu den Ellbogen herabgelassen; gut gewölbte Rippen; Lenden kräftig, muskulös, leicht gewölbt; Rücken kurz; Hüftknochen gut auseinanderliegend und herausragend, aber nicht über die Rückenhöhe hinaus; die ganze Außenlinie verläuft von Kopf bis Rute in eleganten Schwüngen und bietet ein kraftvolles und geschmeidiges Bild,
Rute: mittellang, stark am Ansatz, zur Spitze hin feiner werdend, in Rückenhöhe getragen, ohne sich aufwärts zu krümmen; soll in Bewegung nach beiden Seiten schlagen.
Gliedmaßen: vordere gerade und kräftig, mit substanzvollen, ovalen Knochen und starken, sichtbaren hinteren Sehnen sowie langen, starken, elastischen Fesseln; hintere mit sehr muskulösen Schenkeln und bodennahen Sprunggelenken.
Pfoten: oval, unten gut gepolstert; Zehen gut geschlossen und gewölbt.
Haar: fein, kurz, fest und gleichmäßig verteilt, vollkommen glatt und gerade, mit ausgeprägtem Glanz.
Farbe: in der Regel zitronenfarben und weiß, orange und weiß, leberfarben und weiß sowie schwarz und weiß; Einfarbigkeit und Dreifarbigkeit sind auch korrekt.
Fehler: Vor- oder Rückbiss; hervortretende Backenknochen; auf die Nase gerichtete Augen und dreister, starrer Blick.

zurück