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Kleiner Münsterländer

Der Kleine Münsterländer Vorstehhund ist ein intelligenter, leichtführiger, schnell lernender Hund, der seine einmal gemachten Jagderfahrungen sehr schnell auswerten kann. Seine Vorzüge sind ausgeprägter Spurwille und Bringfreudigkeit. Durch eine strenge Zuchtauslese ist die Vorstehanlage verankert. Seine große Wasserfreudigkeit befähigt den Hund in großem Maße für die Entenjagd, weil ihn sein schlichtes, mittellanges Haarkleid im Wasser gegen Nässe und Kälte schützt.

 Außerdem weist er auch Wild- und Raubzeugschärfe auf. Gut geeignet ist er auch für die Schweißarbeit auf alles Schalenwild und das Verlorenbringen von Haar- und Federwild. Der Kleine Münsterländer Vorstehhund ist ein ausgesprochen vielseitiger Jagdgebrauchshund. Er wird als Braunschimmel und braun-weißer Schlag gezüchtet.

Zur Geschichte

Schon auf Bildern aus dem Mittelalter erkennt man Hunde, die unverkennbar Merkmale der Rasse aufweisen. Damals wurde er als suchender und vorstehender Hund auf der Beizjagd verwendet, daher die frühere Bezeichnung Habichts- oder Vogelhund. Um die Jahrhundertwende entdeckte Edmund Löns im Münsterland einige Hunde dieser alten Rasse wieder. Zu jener Zeit nannte man ihn Spion oder Heidewachtel weshalb er oft mit dem Deutschen Wachtelhund verwechselt wurde.

Ratschläge für die Haltung:

Der Hund ist verhältnismäßig einfach auch in der Wohnung zu halten. Dann muss man allerdings regelmäßig die Zeit aufbringen, um ihm genügend Auslauf zu verschaffen, denn als Jagdhund braucht er Bewegung.

Standard

Allgemeine Erscheinung. edler, eleganter und dabei kräftiger Hund.
Größe: Rüde 52-56 cm; Hündin 50-54 cm.
Gewicht: im Standard nicht erwähnt.
Kopf: edel, trocken, leicht gewölbt, mit kleinem Stop; kräftiger, langer Fang; braune Nase mit gut geöffneten Nasenlöchern.
Augen: dunkelbraun, mit fest anliegenden Lidern.
Ohren: breit und hoch angesetzt.
Hals: mittellang, muskulös, im Nacken leicht geschwungen.
Körper- breite, tiefe, geräumige Brust; fester, kurzer bis mittellanger Rücken; feste Nierenpartie; wenig aufgezogener Leib.
Rute: mittellang, mit langer Fahne, im letzten Drittel leicht nach oben gekrümmt.
Gliedmaßen: vordere gerade, befedert; hintere gut gewinkelt, behost.
Pfoten: rund, gewölbt und geschlossen.
Haar: schlicht, dicht, mittellang, wenig gewellt, fest anliegend.
Farbe. braun-weiß, braunschimmelfarben; lohfarbene Abzeichen an Fang und Auge gestattet.
Fehler: zuviel Behaarung zwischen den Zehen.

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