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Hannoverscher Schweißhund

Dieser Brackentyp ist außerhalb Deutschlands und Österreich wenig bekannt, da er über ein jahrtausend speziell für die Hochwildjagd gezüchtet wurde. Er ist ein direkter Nachkömmling der großen europäischen Leithunde und damit die älteste deutsche Jagdhundrasse. Wegen seines besonders hochentwickelten Geruchssinnes wurde er immer schon als Fährtenhund auf der Hochwildjagd (Rotwild, 

Schwarzwild, Damwild usw.) verwendet und ist heute speziell für die Suche nach totem oder verletztem Wild geeignet. Er arbeitet am langen Riemen und führt den Jäger zum Zufluchtsort des Wildes. Nur wenn das Wild aus dem Wundbett flüchtet, nimmt der Schweighundführer die Halsung vom Hund ab und lässt ihn das kranke Stück hetzen und stellen.

Zur Geschichte

Vor über 1000 Jahren als Leithund vor der Meute zum Bestätigen von Hochwild gezüchtet, wurde er, nachdem Feuerwaffen aufkamen und sich damit die Einzeljagd entwickelte, mehr und mehr zur Arbeit nach dem Schuss eingesetzt. Deshalb nannte man ihn dann nicht mehr Leit-, sondern Schweißhund.

Ratschläge für die Haltung:

Nur Leute, die sich auskennen, sollten den Hund halten.

Standard

Allgemeine Erscheinung: kräftig gebaut, mit schwungvollem, elastischem und raumgreifendem Bewegungsablauf.
Größe: Rüde 50-55 cm, Hündin 48-53 cm.
Gewicht: ohne Angabe im Standard.
Kopf: Oberkopf flach gewölbt, nach hinten breiter werdend; Augenbogen, von der Seite gesehen, deutlich abgesetzt; Nasenrücken leicht gewölbt oder fast gerade; Fang kräftig, tief und breit; Nase breit, meist schwarz, selten dunkelbraun.
Augen: dunkelbraun, guter Lidschutz.
Ohren: mittellang, dicht am Kopf herabhängend.
Hals: lang und stark; leichte Wamme.
Körper: tief und geräumig; Rücken stark und elastisch; Kruppe breit und lang.
Rute: hoch angesetzt, sich allmählich verjüngend.
Gliedmaßen: vordere mit flach anliegenden, fest bemuskelten Schulterblättern, langen, anliegenden Oberarmen und geraden, gut bemuskelten Unterarmen; hintere mit kräftig bemuskelten Oberschenkeln und geraden Unterschenkeln.
Pfoten: kräftig, rund, geschlossen.
Haar: kurz, dicht, derb bis harsch.
Farbe: hell- bis dunkelkirschrot, mehr oder weniger stark gestromt; mit und ohne Maske.
Fehler: starke Wamme, Fehlfarben.

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