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Boxer

Dieses eigenwillige, ungestüme Muskelpaket von Hund braucht einen sportlichen Halter, der lange Fußmärsche liebt und ihm damit Gelegenheit gibt, seinen unbändigen Spieltrieb auszuleben. Noch in einem Alter, in dem seine Artgenossen bereits ruhig und gesetzt sind, fordert der Boxer mit unmissverständlichem Mienenspiel "seine" Menschen auf, mit ihm zu spielen. Er ist also ein ausgezeichneter Gefährte für Kinder, die er übrigens ganz besonders liebt. Der fröhliche, gesellige, aber ein wenig eigensinnige Boxer ist stets voller Überschwang, der durch eine sehr konsequente Erziehung gedämpft werden sollte, damit seine hervorragenden Charaktereigenschaften voll zum Tragen kommen. Er hängt sehr an seinem Halter und erweist sich auch als guter Wach- und Schutzhund, der mit den besten Rassen dieser Gruppe konkurrieren kann. Wenn die Situation es erfordert, verteidigt er seinen Herrn, dessen Familie und Besitz unerschrocken und wohlüberlegt. Kenner bezeichnen ihn als einen der

ausgeglichensten Wachhunde, da er bei allem Mut stets beherrscht bleibt und sich bei seinen Aufgaben so gut wie nie ablenken lässt. Heutzutage wird der Deutsche Boxer immer mehr als Begleithund gehalten. Da er reinlich und verhältnismäßig ruhig ist, eignet er sich vorzüglich als Wohnungshund, immer aber vorausgesetzt, dass man in der Lage ist, ihm die nötige Bewegung zu verschaffen - und das möglichst jeden Tag. Aber natürlich ist ein rein häusliches Leben, vor allem für ein junges Tier, nicht ideal. Wer sich einen Boxer anschafft, gewinnt einen charaktervollen Freund, der keine Falschheit kennt und nie grundlos bösartig oder bissig wird. Er ist, sagen viele Kenner, so, wie ein Hund eigentlich in der Gesellschaft der Menschen sein sollte. Das ist zweifellos der Grund, weshalb dieser Hund weltweit immer beliebter wird.

Zur Geschichte

Die Vorfahren des Boxers sind die heute ausgestorbenen Bullen- und Bärenbeißer. Ursprünglich für die Bären- und Schwarzwildjagd abgerichtet, bewachten sie später Viehherden. Diese Hunde wurden zusammen mit Mastiffs, denen sie ähnelten, in den Zwingern bayerischer Feudalherren gehalten. Um 1850 kreuzten die deutschen Züchter den Bullenbeißer mit der Bulldogge. Durch Selektion und weiteres Einkreuzen von Bulldoggen gelang es ihnen, eine neue Rasse zu schaffen: den Deutschen Boxer. 1895 wurde dieser Hund erstmals auf einer Ausstellung gezeigt, der Standard liegt seit 1905 fest.

Ratschläge für die Haltung:

Dieser sportliche Hund sollte nicht mit Knochen gefüttert werden, weil der Boxer mit seinem Vorbiss gern große Stücke auf einmal verschlingt. Deshalb deckt man seinen Kalziumbedarf in Form von Tabletten. Er sollte täglich viel bewegt und beschäftigt werden.

Standard

Allgemeine Erscheinung: mittelgroßer, glatthaariger Hund mit kompaktem, muskulösem, fettlosem Körper und lebhaften, kraftvollen und eleganten Bewegungen.
Größe: Rüde 57-63 cm; Hündin 53-59 cm.
Gewicht: Rüde mindestens 30 kg; Hündin mindestens 25 kg.
Kopf:
gut proportioniert, weder zu leicht noch zu schwer, möglichst fein und eckig, mit kräftigen, aber nicht vortretenden Backen, ziemlich trocken, ohne Falten, außer beim Stellen der Ohren; die dunkle Maske beschränkt sich auf den gut entwickelten Fang; leicht gewölbter Schädel; sehr betonter Stop; breite, kräftige Kiefer mit sichtbarem Vorbiss, wobei die Zähne des Unterkiefers verdeckt bleiben müssen; fleischige, schwarze Lefzen; breite, schwarze Nasenkuppe.
Augen: dunkelbraun; offener, intelligenter Blick.
Hals: wohlgeformt, rund und ziemlich lang; kräftig und muskulös, ohne Wamme.
Körper: quadratisches Gebäude; der Brustkorb
reicht bis zu den Ellbogen herab; die Brusthöhe soll die Hälfte der Widerristhöhe betragen; die Rippen sind gerundet, aber nicht zylindrisch; kurzer, breiter, gerader, muskulöser Rücken; breite, gerundete Kruppe; kurze, gespannte, aufgezogene Flanken; der Bauch verläuft in elegantem Schwung zur Hinterhand hin.
Rute: hoch angesetzt, kupiert, aufrecht getragen.
Gliedmaßen: vordere gerade und parallel gestellt; hintere gerade und mit breiten, gerundeten Keulen.
Pfoten: klein, geschlossen, Katzenpfoten; harte, schwarze Ballen; schwarze Krallen
Haar: kurz, glänzend, hart, eng am Körper anliegend.
Farbe: gelb oder gestromt (dunkle Streifen auf gelblichem oder braunem Grund).
Fehler: Fehlen des stolzen Ausdrucks, unfreundliches Gesicht; Kopf wie Griffon oder Bulldogge; vortretende Zunge oder Zähne bei geschlossenem Fang; Sabbern; helle Augen; sichtbare Bindehaut; Karpfen- oder Sattelrücken; schmale Kruppe; tief angesetzte Rute; Hasenpfoten; unpigmentierte Krallen; reinweißes oder schwarzes Haarkleid, mehr als ein Drittel weiß.

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