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Bernhardiner |
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Wer kennt nicht das rührende legendäre Bild, auf dem ein Bernhardiner mit einem Fässchen am Halsband im Schnee zu sehen ist? Aber seine Berühmtheit verdankt er wohl eher seiner eindrucksvollen Gestalt als seiner Tapferkeit. Sein mächtiger Kopf verleiht ihm ein freundliches Aussehen, das seinem ruhigen und geduldigen Wesen entspricht. Sein dichtes Haarkleid, das je nach Schlag kurz oder lang ist, erinnert an den schönen Pelz eines Bären. Trotz seines bemerkenswerten Geruchssinnes und Instinktes hielt man ihn das gesamte 17. Jahrhundert hindurch und sogar bis ungefähr 1750 ausschließlich als Wachhund. Erst später wurden seine seltenen Charaktereigenschaften und seine besondere Fähigkeit, Menschen in Bergnot zu retten, erkannt. Der Bernhardiner kann einen ganzen Tag lang über Schneefelder gehen; er findet seinen Weg selbst im dichtesten Nebel und ist in der Lage, auf 50 m Entfernung einen Menschen auszumachen, der 3 m tief im Schnee begraben liegt. |
Hat er den Verletzten erst einmal gewittert, befreit er ihn, leckt und wärmt ihn und bellt, um Hilfe herbeizuholen. Außerdem vermag er dank seines sehr sicheren Instinktes Unwetter und Lawinen "vorherzusehen". Heutzutage ist der Bernhardiner oder St.-Bernhards- Hund im Gebirge immer noch im Einsatz, obwohl auch andere Rassen, u. a. der Deutsche Schäferhund, für die Rettung ausgebildet werden. Allerdings ist er als Begleithund noch mehr geschätzt: Dieses sowohl fröhliche, ja sogar schelmische als auch sanfte und anhängliche Tier fügt sich sehr gut in das Leben einer Familie ein. Dank der ihm angebotenen Opferbereitschaft erträgt er die Neckereien der Kinder gelassen, und durch sein zurückhaltendes Wesen wirkt seine ausladende Gestalt nicht störend. Außerdem kann dieser unerbittliche Wächter, wenn nötig, auch energisch durchgreifen. |
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