|
|
Afghane |
|
Nach der Legende hat Noah, als die Sintflut nahte, zur Rettung des Hundegeschlechts ein Paar Afghanen in seine Arche genommen. Wie jede Legende lässt sich auch diese kaum überprüfen, aber sie zeigt dennoch, dass der Afghane einer der ältesten bekannten Hunderassen angehört. In seinem Ursprungsland Afghanistan ist dieses Tier keineswegs ein Luxushund, sondern eine wertvolle Hilfe für den Jäger, denn er jagt Damwild oder Wildziegen, manchmal sogar Wölfe oder Schneeleoparden. Er ist Gefährte der Stammesoberhäupter bei den Nomaden auf der Jagd oder der Schäfer im Hindukusch. Er hetzt das Wild im unwegsamen Gelände oft über viele Kilometer, und dabei ist er ganz allein auf sich gestellt, gezwungen, vollkommen selbständig zu entscheiden und zu handeln, ohne die Hilfe des Menschen. Diese schwierige Aufgabe kann er lösen, weil er sehr mutig, geschickt und klug ist. Er ist eine ganz besondere Erscheinung. Durch seinen fließenden und federnden Gang, seine stolze Kopfhaltung und sein langes, seidiges Fell strahlt dieser Hund Stärke und Adel aus. Außerdem ist er sportlich hart und scheut weder Regen noch Schnee oder Gestrüpp. In den Vereinigten Staaten und in Europa, und da vor allem in Großbritannien, |
schätzt man den Afghanen wegen seines ruhigen Wesens und auch wegen seiner schönen Augen, die den Menschen frei anblicken. Der Afghane hat von Geburt an einen besonderen Hang zum Komfort, denn er wählt instinktiv den besten Sessel oder das beste Kissen für sich aus. Im Freien dagegen ist er wie verwandelt. Er läuft ganz ausgelassen im Gelände oder bellt lange hinter einem Schmetterling oder einem vom Wind getriebenen abgestorbenen Blatt her. Und wenn er einmal ein Hetzobjekt erblickt hat und nicht an der Leine ist, dann jagt er los, ohne auf Zurufe oder Pfiffe zu hören. Mit Zuneigung erreicht man am meisten bei diesem treuen, sehr anhänglichen und liebebedürftigen Tier. Wie jeder orientalische Hund ist auch er sehr selbständig und kann nicht zur Arbeit gezwungen werden. Er ist ein lebhafter und fröhlicher, manchmal auch leicht gekränkter Gefährte, der gegenüber allen Fremden, die nicht seinem "Stamm", d. h. der Familie oder dem engen Freundeskreis, angehören, abweisend ist. Er zeigt sich äußerst wachsam und fühlt sich für die Familie und alles, was er als dazugehörig ansieht, verantwortlich. |
|
Zur
Geschichte Ratschläge
für die Haltung: |
Standard |